Insgesamt runde 190 Jahre Mitgliedschaft kamen bei fünf SPD-Mitgliedern zusammen, welche in der Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins Peißenberg am 7. Juni im Gasthof Sonne für ihre Verdienste geehrt wurden. Einen Blick nach vorne bot die Überreichung des Parteibuchs für ein neu eingetretenes Mitglied. Die Ehrungen übernahm Frau Micky Wenngatz aus München, Landtagskandidatin und Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF). In ihrem Referat mit dem Titel „AFD, Pegida & Co – Nur besorgte Bürger?“ erläuterte Frau Wenngatz die Entstehungsgeschichte, Selbstverständnis, Ziele und Strategien der Rechtspopulisten, insbesondere der AFD. Die persönliche Betroffenheit war ihr dabei deutlich anzumerken: als Vorsitzende des Aktionsbündnisses „München ist bunt“ sei sie ständigen Beschimpfungen und massiven Drohungen ausgesetzt, lässt sich davon aber nicht von ihrer politischen Linie und Arbeit abbringen. Laut Frau Wenngatz vertritt die AFD eindeutig eine fremdenfeindliche und rassistische Politik, versucht die Gesellschaft in Mitläufer einer homogenen Volksgemeinschaft (“wir sind das Volk“) und alle möglichen nicht dazu passenden Personen zu spalten und verfolgt eine rückwärtsgewandte Sozialpolitik. In der anschließenden Diskussion erachtete Frau Wenngatz Diskussionen mit ideologisch gefestigten Parteifunktionären der AFD als zwecklos. Gespräche mit Personen, die nur erwägen, AFD zu wählen, jedoch für sinnvoll. Dies gelte insbesondere für soziale Themen, bei denen die AFD nur Neid schüre, aber keine echte Lösungen anbietet. Verzichtet werden sollte auf Einladungen an Rechtspopulisten in parteienübergreifenden Informationsveranstaltungen zu den anstehenden Wahlen. Wünschenswert wäre auch, wenn die Medien AFD-Funktionäre weniger wichtig nehmen würden – gerade in vergangenen Talkshows konnte hierdurch die AFD deutlich punkten. Einig im Plenum waren sich alle, dass alle Bürger den Mut aufbringen sollten, rassistische Hetze in der Öffentlichkeit und im Netz deutlich entgegenzutreten.